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Unter dem Titel »Das Wissen der Schwalben« sind Tage- / Traumbuchaufzeichnungen zusammengefasst, die zeitlich z. T. direkt an das Tagebuch »Silhouetten im Nebel« (September 1999 - Januar 2000) anknüpfen. Enthalten sind Aufzeichnungen der Monate Januar 2000 - Juni 2001 (Veltheim), Oktober 2001 - Januar 2002 (Heidelberg), Oktober 2007 - Januar 2008 (Heidelberg), sowie ein Traum von Ende Mai 2008 (Frankfurt).

Das Buch erscheint im April 2012 in der von Tobias Wimbauer herausgegebenen Reihe »Nachtseite« im Eisenhut Verlag.




2011 ist zu Ende – das Notizheft »Exodus schwarz« auch. Herzlichen Dank fürs Mitlesen! Eine Buchveröffentlichung ist für Herbst 2012 in Planung. Den Blog timokoelling.wordpress.com werde ich in Kürze umgestalten, um dort neben Neuigkeiten und sonstigen Einträgen auch alte und neue, zum Teil bislang unveröffentlichte Texte zugänglich zu machen. Sporadische Notizen im Zusammenhang mit den laufenden Arbeiten am Ziegler-Handbuch und am nächsten Hauptwerk »Esoterik der Schrift« veröffentliche ich nunmehr auf der Autorenseite bei Facebook: http://www.facebook.com/timo.koelling.esoterikderschrift. Über dortige Rückmeldungen freue ich mich!




Ende 2012 wird erscheinen: Leopold Ziegler. Philosoph der Letzten Dinge. Ein Handbuch. Es handelt sich um die erste umfassende Darstellung überhaupt von Zieglers Werk und Wirkung. Die Einleitung zu dieser Arbeit wird bereits in Kürze im Blog zu lesen sein.

Am 5. November 2011 sprach ich im Suso-Haus in Überlingen über »Leopold Ziegler und das Glück des philosophischen Lebens«. Den Text des Vortrags finden Sie auf der Homepage der Leopold-Ziegler-Stiftung.




Im August / September 2011 sind zwei neue Bücher von Timo Kölling im Eisenhut Verlag erschienen: »Ernst Jünger und die Nichtvergesslichkeit. Der Autor als Schrift« und das Konrad-Weiß-Lesebuch »Das unstillbare Herz«. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf die Abbildungen:





Die Zeitschrift GNOSTIKA (Ausgabe 47 / 2011) schreibt über die Gesammelten Aufsätze II von LEOPOLD ZIEGLER:

"Zieglers Denken war nicht nur kulturell, sondern auch politisch motiviert und bestimmt. [...] Der Herausgeber dieses Aufsatzbandes Timo Kölling nennt eine Phase Zieglers „metapolitisches Denken“, das nach 1925 zunehmend konkreter wird, sozusagen die metaphysische Komponente abstreift. [...] [D]ie Tatsache, dass Ziegler wohl erkannt hatte, dass seine Stärke nicht in der politischen Analyse liegt, mag eine Erklärung dafür sein, dass Ziegler als politischer Autor nach 1934 verstummte. Zweifelsohne hat er aber „seine“ politische Theologie und Utopie zu leben gesucht, indem er sich zurückzog: „das Lassen und die Gelassenheit, der Rückzug auf das christliche Gewissen und damit zuallererst auf die Selbsterkenntnis als primäre Instanz des Gehorsams gegenüber dem Logos“. Solches prägte seine politische Philosophie nach 1945. Timo Köllings gelehrtes und kritisches Vorwort nützt dem Leser, sich in der komplexen Welt Zieglers zurechtzufinden und verhilft zur notwendigen kritischen Distanz, die letztlich Garant dafür ist, das Gegenüber zu schätzen."




2012 erscheint im Königshausen & Neumann Verlag ein Leopold-Ziegler-Handbuch, das in umfassender Weise Werk und Wirkung des bedeutenden, aber heute kaum mehr gelesenen Philosophen zur Darstellung bringt. Aus diesem Grund habe ich eine neue Unterseite eingerichtet, auf der in den kommenden Monaten bereits Einblicke in das entstehende Handbuch gegeben werden, und die zugleich über meine bisher erschienenen Arbeiten zum Thema von Leopold Ziegler informiert.


Der 2006 erschienene erste Band des auf drei Bände konzipierten Werks Tradition und Transzendenz ist ein wichtiger Ausgangs- und Bezugspunkt für alle seither entstandenen und entstehenden Arbeiten. Ich habe das ausführliche Inhaltsverzeichnis, die Leseprobe und die allgemeinen Informationen über dieses Buch nun noch um einen Auszug aus der Einleitung ergänzt, der, meine ich, die Intention dieser Arbeit sehr präzise zum Ausdruck bringt.


Inhaltsübersichten zu und Gedichtproben aus den drei Gedichtbüchern Begegnungen in Weiss (2001), Versuch eines Winters (2003) und Gebete aus Stein (2007) finden Sie jetzt unter dem Menüpunkt Dichtung.


Überarbeitet ist auch die Bibliographie, die jetzt u. a. direkte Links zu den PDF-Fassungen der Beiträge enthält, die ich in den Jahren 2007 und 2008 für die durch den Tod des Herausgebers Max Lorenzen mittlerweile eingestellte Online-Zeitschrift Marburger Forum geschrieben habe. Einige dieser Texte, etwa der Essay »Anamnesis« und die Rezensionen zu Jünger, Hamvas und Schmidt-Biggemann, enthalten, im Medium der Rezension, implizit bereits Thesen und Gedanken meiner neuen Arbeit Esoterik der Schrift, deren Titel auf das Frühjahr 2007 zurückgeht.





ich schlief im gurgeln / wieder ein / versumpfte den boden / mit meiner feuchte / und tauchte auf / am grab des exul / in leisem schüttern / und gelbem raum / im baldur-atem / gebar ich sterne / das hiob-auge / blutet wolken / und mir das wort / ich sehe silbern / den eignen mund / vor mir verwelken / ich wahre schweigen / das wort der veden / ist deine träne / und macht mich stumm (versuch eines winters, 2003)




Bereits 2006 hatte ich an dieser Stelle eine »geschichtstheologische Skizze« zum Thema von Ernst Jünger und seiner Denkfigur der »Linie« angekündigt - in direkter Anknüpfung an die diesbezüglichen Ausführungen im ersten Band meiner Arbeit Tradition und Transzendenz. Was aus dem ersten, mir damals noch ungenügend erscheinenden Entwurf in den letzten fünf Jahren gewachsen ist - gewachsen weniger im Umfang, als in der Dichte der Darstellung -, lautet als ein neues »Hauptwerk« auf den Titel: Esoterik der Schrift. Ernst Jünger und das Ende des Klassizismus. Die Fertigstellung der Arbeit ist für die nächsten Monate geplant; einige ihrer Motive spiegeln sich in dem mit dem Jahr 2011 als Blog begonnenen Notizheft Exodus schwarz. Weitere Informationen folgen demnächst.



2011 erscheint im Eisenhut Verlag:

Konrad Weiß: Das unstillbare Herz. Ein Lesebuch

Ausgewählt, herausgegeben, mit einer Einleitung und einem Kommentar von Timo Kölling


Hagen-Berchum : Eisenhut Verlag, 2011, ca. 200 S., br., ISBN 978-3-942090-12-4


Botho Strauß hat den schwäbischen Dichter Konrad Weiß (1880-1940) einen »erratischen Brocken der Literatur« genannt, dem »stets auch nur der aus allgemeiner Leserschaft Abgeirrte begegnen« wird. Es wäre denn auch nicht ganz richtig, das Werk dieses »Mystiker-Dichters« und »sprödsprechenden Nachfahren der Böhme, Tauler und Baader« (Strauß) als ein vergessenes zu bezeichnen, das es wiederzuentdecken gilt. Es ist nie entdeckt gewesen. Eine Öffentlichkeit, aus deren Blickfeld er hätte verschwinden können, hat sich für den katholischen Einzelgänger nie interessiert. Zwar hat Weiß seine wenigen Bücher stets in namhaften Verlagen veröffentlichen können, ist posthum eine vierbändige Gesamtausgabe seines dichterischen Werks erschienen. Doch nur aufnahmebereite, das Schwierige und nicht auf Anhieb Verständliche nicht scheuende Einzelne, zu denen Rudolf Borchardt und Carl Schmitt gehörten, haben sich von dem wundersam-dichten, dunkel-schönen, eigen- und einzigartigen Hauch seiner Sprache und seiner Botschaft anwehen lassen. Darauf beruht die untergründige und noch zu rekonstruierende Wirkung des Lyrikers, der zugleich Kunsthistoriker und Landschaftsdeuter, Laientheologe und Geschichtsphilosoph gewesen ist. Anders als die Auswahlbände von Friedhelm Kemp (Spuren im Wort, 1951) und Norbert Hummelt (Eines Morgens Schnee, 2005), in denen allein das lyrische Werk Berücksichtigung fand, gibt das im Frühjahr 2011 erscheinende Lesebuch Das unstillbare Herz ein in sechs Werkkreisen sich entfaltendes Bild des Weiß`schen Gesamtwerks, dessen Gehalt und innere Konstruktion zu erschließen zudem das Ziel eines den Werkauszügen folgenden interpretierenden Kommentars ist. Im Mittelpunkt steht dabei der Einfluß, den zentrale Motive und Begriffe der Weiß`schen Geschichts- und Weltauffassung, etwa der »Hauch«, das »Wort« und die »Schrift«, das »Bild«, die »Zelle« und das »Epimetheische«, auf das Denken von Carl Schmitt ausgeübt haben.






Wie im letzten Update angekündigt, sollen 2011/2012 einige Schriften fertiggestellt und möglichst veröffentlicht werden, die zum Teil bereits seit einigen Jahren in Arbeit sind. Im Zentrum steht zunächst ein Buch, dessen Titel (E. d. S.) in Kürze bekannt gemacht werden wird.

Unter der Web-Adresse http://timokoelling.wordpress.com finden Sie ein neues Online-Notizheft als Blog: »exodus schwarz«. Es soll das neue Arbeitsjahr begleiten, versteht sich aber nicht als Arbeitsjournal. Eher wird der Abdruck genommen, den die Arbeit in einem freilich mit ihr nahezu identisch sich fühlenden Leben hinterläßt – ohne Rücksicht darauf, ob die Erfahrungen, Gedanken, Zitate, Beobachtungen, Begegnisse und Wege, die dort Aufnahme finden, am Ende zu einem Teppich sich verwoben haben werden, der trägt, oder ob es sich nur um ein paar Trümmer einer nichts als sich selbst bedeutenden Bedeutung handeln wird, die als solche – und damit wäre es am Ende doch ein Arbeitsjournal gewesen – zwar nichts ist als das Grab, in dem unsere Zeit stillsteht : zugleich aber, Exodus schwarz, die chôra, in der sie unmerklich sich verwandelt.



Den Jahrtausendchor, die gedichtete
Punktstimme: brich
den lastenden Hall, den
glänzenden Schmerz, den
Wald der Augen.

Exodus schwarz
nach aussen: kein
Wille mehr nimmt von Höhen
blaue Schleier, lässt
zurück die Farbe unserer Wahrung -

Rost. Du aber suchst
nicht mehr in den Blicken nach den Zeichen
deiner Wunden. Etwas - du
nennst es nicht - ging
zu tief. Jetzt sind
erblindet die
äonenalten pharaonischen
Spiegel.

(2007)



Für 2011/12 ist die Veröffentlichung vieler neuer - größerer und kleinerer - Arbeiten geplant. Unter anderem: eine Schrift zum Thema von Ernst Jünger, die gewissermaßen eine Vertiefung der geschichtsphilosophischen Intentionen des Ersten Bandes "Tradition und Transzendenz" darstellt. Schon Anfang 2011 erscheint im Eisenhut Verlag eine Auswahl aus dem Werk eines vergessenen Dichters. Bis Ende 2011 soll ein neues Buch über Leopold Ziegler fertiggestellt sein, das im Auftrag der Leopold-Ziegler-Stiftung im Königshausen & Neumann Verlag erscheinen wird.

In Kürze folgt ein Update mit weiteren Informationen.

Den persönlich-metaphysischen Kern aller seit "Tradition und Transzendenz I" (2006) und den "Gebeten aus Stein" (2007) entstehenden Arbeiten habe ich der kleinen Prosaskizze "Das Glück" zu beschreiben versucht:

"Der Dreißigjährige weiß, daß es das Glück gewesen ist, das dem Kind, welches dafür noch keinen Namen haben konnte, den Mund verschloß. Einmal, kurz vor seinem siebenten Geburtstag, ließ er Schneeflocken in seiner Hand zerschmelzen und erblickte in ihnen zum ersten Mal die Welt der Sterne. Als er aufsah, hatte der winterliche Wald sich in ein Gemälde verwandelt. Er trat in es ein. Nichts mehr bewegte sich, weil alles die Fülle war. An ihr teilzuhaben, dem, worin alle Erkenntnis gründet, dem Wirklichen, würde sein zu verschweigendes Leben sein. Später erkannte es sich im Geist der Landschaft und in der Form des Kunstwerks. Beides ist niemals Gegenstand, immer Grenze des Erlebens. Von dieser Grenze her jedes Wort in dem zu verankern, was über ihr ist, der Schrift, ist das Wesen der Autorschaft. Wenn von allen Dingen und Wesen der Staub der Bedeutung gehoben wäre, würden die von ihr zerbrochenen Formen als das Signum von Wahrheit unter dem Himmel des Gerichts liegen, leer wie die Gesten in Kafkas Erzählungen. Niemals mehr unvermittelt in die Zeit treten zu lassen, was dem Kind als das Paradies erschienen war, heißt, jenen Aufschub zu verwirklichen, der einzig die Schrift lesbar macht, an welcher der Autor um den Preis der Unsichtbarkeit teilhat." (2008)

Mit herzlichem Dank für die Wegbegleitung und die ermunternden Rückmeldungen, die es gelegentlich gibt

TK

am 19.XII.2010.





Leopold Ziegler, Gesammelte Aufsätze II 1927-1953: Politische Schriften (Gesammelte Werke in Einzelbänden Band 7). Herausgegeben von Paulus Wall, mit einer Einleitung von Timo Kölling.

Verlag: Königshausen & Neumann (Würzburg). 204 Seiten, Broschur mit Fadenheftung, Format 15,5 x 23,5 cm. ISBN 978-3-8260-4453-3. Preis: EUR 26,00.



Erhältlich bei Amazon, direkt beim Verlag und überall im Buchhandel.


Enthielt der 2007 erschienene Erste Band der Gesammelten Aufsätze frühe Schriften der Jahre 1901 - 1916 unabhängig von ihrer thematischen Ausrichtung, so versammelt der seit September 2010 vorliegende Zweite Band Zieglers Politische Schriften der Jahre 1927 - 1953.

Es handelt sich größtenteils um erstmals in Buchform publizierte Zeitschriftenbeiträge Zieglers, die ihn einerseits als frühen und vehementen Gegner des Nationalsozialismus zeigen, andererseits aber auch von seinen vergeblichen Bemühungen einer "Sinndeutung der deutschen Revolution" Zeugnis ablegen, Bemühungen, die mit dem 30. Juni 1934 ein jähes Ende fanden. Darüberhinaus werden mit diesem Band auch so zentrale Texte wie die Fünfundzwanzig Sätze vom deutschen Staat (1931), Edgar Julius Jung. Denkmal und Vermächtnis (1949) und Messias Pseudomessias (1953) wieder zugänglich gemacht.

Die Einleitung von Timo Kölling finden Sie als pdf-Datei auf der Homepage der Leopold-Ziegler-Stiftung: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/aktuelles/




DER EINSAMSTE BENJAMINIT
Ad Hans-Dietrich Sander
Mit sieben Thesen zu Carl Schmitts Lehre vom Katechon


- "Ein Achtzigjähriger", schrieb Hans-Dietrich Sander 1970 zum Thema der mißlungenen ontologischen Wende des späten Lukács, "kann das Netz jahrzehntelanger Denkgewohnheit nicht Masche um Masche zerreißen." Es ist nicht das erste Mal, daß ein solcher Satz sich an seinem Urheber erfüllt. Mittlerweile selber achtzigjährig, versucht Sander indes erst gar nicht, was Lukács mißlang. Das "Netz jahrzehntelanger Denkgewohnheit", das ihn umgibt, scheint ihm zum Surrogat jenes "Ortes" geworden zu sein, den er im Leben nicht hat finden können. Schuld daran - und das ist der trübe Kern dieser Denkgewohnheit, deren Manifest das 1988 erschienene Buch Die Auflösung aller Dinge ist - sind die Juden. Sie sind die Projektionsfigur, welche Sander, alter deutscher Tradition folgend, finden oder sich erfinden mußte, um die Seelengestalt des eigenen Scheiterns, des wenn nicht von vorneherein fehlenden, so doch auf dem Weg in die Ortlosigkeit zunehmend schwindenden Verhältnisses zur konkreten Wirklichkeit exteriorisieren und in dieser exteriorisierten Gestalt dämonisieren zu können. Die Behauptung wäre zynisch, Sander hätte sein Schicksal allzu bereitwillig auf sich gezogen, ja im Grunde es herbeigewünscht. Heute jedenfalls besteht der "notorische Einzelgänger", wie sein Kontrahent Armin Mohler unfreiwillig lobend ihn nannte, als hätte es sich gelohnt, unter Geistern von Mohlers Schlag keiner zu sein, auf dem Abseits, in das er sich manövriert hat, und läßt sich dafür in einer Festschrift als "nationalen Dissidenten" ehren. Das riecht zwar nach der üblichen Trivialität der "Haltung" (unter Einschluß, versteht sich, des unvermeidlichen Zusatzes, mit dem sie sich als "ungebrochen" auszuweisen liebt.) Aber nicht sie ist das beachtenswerte, sondern die Differenz, die zwischen ihr und Sanders vielversprechenden, von ihm selbst nicht, erst recht nicht von anderen eingeholten Anfängen klafft. Was immer über den "Dissidenten" sich sagen läßt und noch zu sagen sein wird: gegen vergangene und künftige Versuche, ihn zu verschweigen, ist er zu verteidigen. Denn der in vielem rätselhafte, in manchem zwingend erscheinende, im ganzen keineswegs rühmenswerte Weg - eher eine Folge von Perturbationen -, der von der Dissertation Marxistische Ideologie und allgemeine Kunsttheorie (1970) zu dem Traktat Die Auflösung aller Dinge (1988) führt, ist ein einzigartiger Gegenstand von Erkenntnis, auf den die Veröffentlichung des Briefwechsels von Sander mit Carl Schmitt, von den Herausgebern und von Sander selbst dicht und reich kommentiert, jetzt neues Licht wirft. -


Das Erscheinen des Briefwechsels Schmitt - Sander wird in diesem Text zum Anlass einer kritischen Auseinandersetzung mit Sanders Werk und - als Herzstück des Essays - einer neuen, in sieben Thesen zusammengefassten Deutung von Carl Schmitts Lehre vom Katechon genommen.

Der Aufsatz erscheint in zwei Teilen in der von Johannes Auer herausgegebenen Quartalsschrift Abendland. Teil 1: Heft 9, Oktober 2009. Teil 2: Heft 10, Januar 2010. Bezugsadresse: Johannes Auer, Postfach 26, 6010 Innsbruck, Österreich. E-Mail: zeitschriftabendland(-at-)hotmail.de. Einzelpreis pro Heft: 8,00 EUR. Abonnement für 4 Ausgaben: 30 EUR (Inland), 40 EUR (Ausland).

Insgesamt besteht der Aufsatz aus folgenden Abschnitten:
I.   Im "Netz jahrzehntelanger Denkgewohnheit"
II.  Tribunal- und Realstruktur der Werke von Marx und Engels
III.  Kunst und Repräsentation als Kategorien der Transzendenz
IV.  Abstrakte Freiheit oder konkrete Geschichtlichkeit
V.  "Säkularisierung des Historischen im Schöpfungsstande"
VI.  Eschatologischer Glaube und Geschichtsbewusstsein. Sieben Thesen zu Carl Schmitts Lehre vom Katechon
VII.  Zum Verfall von Transzendenz und Theorie in Sanders Werk 




"Existenzen also wie Metalle". Reinhold Schneider und Leopold Ziegler
In: Quartalsschrift Abendland, hg. v. Johannes Auer, Heft 8, Juli 2009.
Bezugsadresse siehe oben!

"Nimmer hätte ich es (...) für möglich gehalten, dass Sie, nicht nur der bedeutendste, sondern auch der anerkannteste, ja gefeiertste katholische Schriftsteller der Zeit, wegen der Veröffentlichung Ihrer Arbeiten je in Verlegenheit geraten könnten. Das ist zu absurd, um auch bloss glaubwürdig zu sein - und dennoch ist es wahr. Auch hier bekundet die Weltstunde mit grausiger Eindeutigkeit, was 'im vollen Zuge' ist. Die usurpierende Macht lässt den Forscher, Denker, Dichter und Künstler, der wider den Stachel zu löcken wagt, einfach gar nicht an die Angesprochenen herankommen. Wir finden uns plötzlich auf die okkulteste Weise von der Welt bei einem Spiele mattgesetzt, welches längst nicht mehr wie selber spielen, weil es sich längst selber spielt und wir einzig noch seine Figuren, seine Figuranten sind." Leopold Ziegler an Reinhold Schneider, 28. Januar 1952.

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